Neue Wettanbieter in Österreich 2026: Wer eine Bewilligung hat und was es kostet

Updated Oktober 2026
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Ein hell erleuchtetes Ladenlokal ohne Beschriftung an einer Straßenecke bei Dämmerung, das Rollo ist halb geöffnet, niemand ist zu sehen.
Tipico schloss die Übernahme von Admiral Österreich (Atlas Group GmbH) von Novomatic Anfang September 2025 ab und muss 20 Wettshops in Österreich verkaufen.
Zuletzt aktualisiert: Lesezeit: 33 Min.
Inhaltsverzeichnis

Stand: 30 Oktober 2026 · Geprüft gegen die Bewilligungsangaben der Betreiber und das NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020)

Wer in Österreich nach einem neuen Wettanbieter sucht, stößt schnell auf zwei verschiedene Sorten von Neuheit. Die eine ist eine Marke, die tatsächlich neu auf dem Markt ist – ein Betreiber, der in diesem Jahr den Betrieb aufgenommen hat oder gerade aufnimmt. Die andere ist eine bestehende Marke mit neuem Anstrich, einem neuen Namen oder einem neuen Wettprogramm, die als „neu“ beworben wird. Beide sind in der Tabelle im Abschnitt über die zehn Anbieter gelistet; was sie unterscheidet, ist vor allem eines: die Bewilligung, mit der sie in Österreich Wetten annehmen. Wer als Wettkunde oder Wettkundin in Österreich spielt, zahlt seit dem 1. April 2025 eine Wettgebühr von 5 Prozent auf den Wetteinsatz – und genau an dieser Stelle entscheidet sich, ob der neue Anbieter den Betrag selbst trägt, vom Gewinn abzieht oder in die Quote einrechnet.

Diese Seite schaut auf zehn Anbieter nebeneinander. Sie nennt die Bewilligung, die der Betreiber selbst veröffentlicht, die Zahlungswege und die Bedingungen, unter denen ein Bonus oder eine Gratiswette tatsächlich ausgezahlt wird. Sie ordnet ein, wo ein neuer Name eine echte Alternative zum Tipico Shop ist ist und wo er nur eine weitere Malta-Marke ohne österreichische Bewilligung darstellt. Und sie sagt, was ein Willkommensangebot in diesem Markt wirklich kostet – nicht in der Werbung, sondern in dem, was am Ende vom Einsatz übrig bleibt.

Verantwortungsvolles Spielen bei neuen Marken: Warum der Blick ins eigene Konto wichtiger ist als der Markenname

Ein neuer Name bedeutet nicht automatisch mehr Schutz. In Österreich gibt es für Sportwetten kein zentrales Sperrregister und keine bundesweit einheitliche Einzahlungsgrenze – Sportwetten sind kein Glücksspiel im Bundesgesetz, und die Spielerschutzregeln der Länder sind verschieden. Was ein Anbieter an Sperren und Limits anbietet, ist Sache des Anbieters, nicht einer nationalen Aufsicht.

Ein Fußball liegt auf einem Rasenplatz, im Hintergrund eine ferne Tribüne im Morgendunst, Tau glänzt im Gras.
tipp3 nimmt Wetten über rund 3300 Trafiken und Annahmestellen, über die Trafik-App und online an; die Österreichische Sportwetten Gesellschaft wurde im April 2000 gegründet.

Bei tipp3 lässt sich eine Spielpause von einem, drei oder sechs Monaten aktivieren, das Guthaben bleibt auf dem Konto; wer sich selbst sperren lassen will, wählt eine Sperre von einem, zwei oder drei Jahren, und das verbleibende Guthaben wird auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen. Beide Sperren sind nach dem Start nicht mehr aufhebbar. win2day geht einen anderen Weg und setzt Limits: bis zum Alter von 26 Jahren maximal 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat, auf Antrag individuell erhöhbar – Gewinne zählen nicht zum Limit. Das ist kein Gesetz, sondern eine Bedingung der Österreichischen Lotterien, die win2day betreibt.

Vierklee, Starsportwetten und Admiral veröffentlichen ihre Sperr- und Limitsysteme nicht so detailliert. Wer dort ein Konto eröffnet, sollte direkt nach der Anmeldung in die Spielerschutz-Einstellungen sehen: Tages-, Wochen- und Monatslimits, eine Pause-Funktion und eine dauerhafte Sperre. Fehlt eines davon, ist das bei einem österreichisch bewilligten Anbieter die Ausnahme – bei Lottoland, bet-at-home, Spinsino und 888sport, die alle keine österreichische Bewilligung haben, ist es der Normalfall. Wer in Österreich bei einem ausländischen Anbieter spielt, kann sich nicht an eine österreichische Aufsicht wenden, wenn etwas schiefläuft; die Sperre dort gilt nur dort, nicht bei einem anderen Anbieter, und sie wird von keiner österreichischen Behörde durchgesetzt.

Hilfe bietet in Österreich die Anlaufstelle Playsponsible.at – unabhängig vom Anbieter, kostenlos und anonym. Bei Verdacht auf problematisches Spielverhalten ist sie der erste Weg, noch vor der Diskussion mit dem Anbieter. Wer sich selbst sperren lassen will, sollte das zuerst beim Anbieter mit der längsten und strengsten Sperre tun – und sich danach fragen, ob eine Pause bei einem zweiten Anbieter noch sinnvoll ist.

Was die Altersprüfung bei neuen Anbietern wirklich kontrolliert

Alle bewilligten Anbieter in Österreich verlangen die Vollendung des 18. Lebensjahres – das ist in den Wettgesetzen der Länder einheitlich. Wer bei der Anmeldung ein falsches Geburtsdatum eingibt, hat meistens sofort verloren: Die Verifizierung läuft über die Ausweis-Upload oder die Video-Identifikation, und ein Treffer im Melderegister sortiert minderjährige Anmelder sofort aus. Die vier Anbieter ohne österreichische Bewilligung in dieser Liste verlangen ebenfalls 18 Jahre, aber die Kontrolle ist nicht so engmaschig und die Rechtsdurchsetzung fehlt. Für österreichische Wettkunden heißt das: die Alterskontrolle ist bei einem bewilligten Anbieter dichter, und ein Verstoß wird vom Anbieter selbst verfolgt – nicht erst, wenn ein Schaden eingetreten ist.

Selbstsperre über mehrere Marken hinweg: Warum sie in Österreich nur bei der einzelnen Marke greift

Es gibt in Österreich kein zentrales Sperrregister für Sportwetten – anders als beim Glücksspiel, wo das Glücksspielreformgesetz 2026 (Stand 14. Oktober 2026 noch im Entwurf) ein Sperrregister und ein Limitregister vorsieht, das Sportwetten ausdrücklich nicht umfasst. Wer sich bei tipp3 für drei Jahre sperrt, ist bei win2day nicht gesperrt; wer bei Admiral eine Pause einlängt, kann bei Vierklee weiterspielen, sofern die Konten nicht durch eine KYC-Plattform verbunden sind. Das ist eine Schwäche des Systems und der Grund, warum die Anbieter mit österreichischer Bewilligung die Sperre nicht aufheben: tipp3 erlaubt keine vorzeitige Rücknahme, weil der Schutz sonst nichts wert wäre. Für eine wirksame Selbstsperre in Österreich muss man sie bei jedem Anbieter einzeln setzen – oder die Konsequenz ziehen und kein neues Konto mehr eröffnen.

Willkommensangebote neuer Anbieter: Was eine Gratiswette in diesem Markt wirklich wert ist

Ein Willkommensangebot sieht im Marketing so aus: „100 % Bonus bis 100 €“ oder „Gratiswette 20 € bei Anmeldung“. Was es in Wirklichkeit ist, hängt an drei Stellen – der Umsatzvorgabe, der Mindestquote und der Frist. Wer diese drei Stellen nicht liest, lässt am Ende Geld auf dem Tisch liegen.

Eine Umsatzvorgabe von „5x Bonus“ bedeutet: Wer 50 € Bonus bekommt, muss 250 € an Wetten platzieren, bevor er den Bonus und die Gewinne daraus auszahlen kann. Bei einer Mindestquote von 1,80 oder 2,00 sind das keine x-beliebigen Wetten – der Wettkunde muss Ereignisse finden, die überhaupt diese Quote erreichen, und der Buchmacher behält an jeder Wette seinen Anteil. Die Frist liegt meistens zwischen 7 und 30 Tagen; wer sie versäumt, verliert Bonus und Gewinne. Eine Gratiswette, deren Einsatz nicht zurückgezahlt wird, gewinnt bei einer Quote von 4,00 ungefähr das Dreifache des Gratiswette-Werts – nicht das Vierfache, weil der Einsatz fehlt.

Wettgebühr und Willkommensbonus: Wie der österreichische Faktor die Rechnung verändert

Seit dem 1. April 2025 unterliegen alle Einsätze auf Sportwetten in Österreich einer Wettgebühr von 5 Prozent auf den Wetteinsatz. tipp3, einer der wenigen Anbieter, die ihre Politik dazu offenlegen, gibt an, die Wettgebühr bei verlorenen Wetten selbst zu tragen und bei gewonnenen Wetten 5 Prozent vom Gewinn abzuziehen. Das ist eine betreiberseitige Entscheidung und keine Vorgabe des Gesetzes; andere Anbieter verfahren anders – sie senken die Quote, sodass die Wettgebühr im Preis versteckt ist, oder sie berechnen sie pauschal vom Auszahlungsbetrag. Für den Wettkunden bedeutet das: Bei einem Anbieter, der die Wettgebühr offen ausweist, weiß er, was er zahlt; bei einem Anbieter, der sie in die Quote einrechnet, sieht er es erst im Vergleich der Quoten.

Die Mindestquote bei Bonusbedingungen: Warum sie der eigentliche Hebel ist

Die Mindestquote ist die Stelle, an der ein Willkommensangebot gut oder schlecht wird. Eine Mindestquote von 1,50 erlaubt fast jede Wette; eine Mindestquote von 2,00 schränkt auf Außenseiter und Unentschieden ein, und die Buchmacher-Marge an diesen Quoten ist üblicherweise höher als an Favoriten-Quoten. Wer das Bonus durchspielt, gibt einen Teil davon an die Marge ab – nicht als versteckte Gebühr, sondern als schlechtere Preise. Bei einer Umsatzvorgabe von 5x Bonus und einer durchschnittlichen Marge von 6 Prozent verliert der Wettkunde etwa 15 € pro 250 € Umsatz an die Marge. Das ist nicht der Bonus, der ausgezahlt wird – das ist der Preis, den das Bonus kostet.

Fristen und Auszahlungsbedingungen: Die kleinen Klauseln, die den Bonus zermalmen

Die Frist ist das, was viele Wettkunden unterschätzen. Eine 7-Tages-Frist bei einer 5x-Umsatzvorgabe verlangt 50 € Umsatz pro Tag – machbar bei einem aktiven Wettkunden mit mehreren gleichzeitigen Wetten, unrealistisch bei jemandem, der am Wochenende eine Wette platziert und unter der Woche vergisst. Dazu kommt die Auszahlungsbedingung: Viele Anbieter zahlen den Bonus plus Gewinn erst nach Erfüllung der Umsatzvorgabe aus, und einige schließen bestimmte Wettmärkte aus – Live-Wetten, Systemwetten, Wetten auf Ereignisse, die später storniert werden. Wer nicht vorab prüft, welche Märkte zählen, kann am Ende 80 Prozent der Umsatzvorgabe erfüllt haben und sieht, dass die verbleibenden 20 Prozent aus nicht zählenden Märkten bestehen.

Zahlungswege neuer Anbieter: Wie schnell das Geld wirklich ankommt

Die Auszahlungsgeschwindigkeit ist das, was Anbieter am lautesten vermarkten und am seltensten offenlegen. „Auszahlung in 24 Stunden“ bedeutet bei einem E-Wallet wie PayPal oder Skrill tatsächlich wenige Stunden; bei einer Banküberweisung bedeutet es 1 bis 3 Werktage; bei einer Kreditkarte bedeutet es 2 bis 5 Werktage, je nach Kartengesellschaft. Die Methode macht den Unterschied, nicht der Anbieter – aber die Liste der angebotenen Methoden unterscheidet sich zwischen Anbietern deutlich.

Was die Zahlungsmethoden über einen neuen Anbieter verraten

Ein Anbieter, der nur Banküberweisung und eine Kryptowährung anbietet, ist nicht für jeden Wettkunden die erste Wahl. Wer mit PayPal einzahlen will – und das sind viele österreichische Wettkunden, weil PayPal die Rückbuchung bei einem Problem vereinfacht – ist auf Anbieter angewiesen, die PayPal als Methode gelistet haben. Unter den zehn Anbietern dieser Liste bieten tipp3, win2day und Admiral die für Österreich üblichen Methoden an: Banküberweisung, Kreditkarte, in einigen Fällen eps-Überweisung und teilweise PayPal. Die Malta-Marken – Lottoland, bet-at-home, 888sport – führen PayPal in der Regel als Option, aber die Verfügbarkeit hängt vom Wohnsitzland und vom Kontostatus ab. Spinsino, das ohnehin als mexikanisches Angebot aufgesetzt ist, ist für österreichische Wettkunden kaum eine Option, auch wenn die Marke im deutschsprachigen Marketing auftaucht.

Auszahlungsdauer und Gebühren: Was zwischen Werbung und Realität steht

Wer „Auszahlung in 24 Stunden“ liest, sollte fragen: ab wann? Bei den meisten Anbietern beginnt die 24-Stunden-Frist nach der internen Freigabe, und die interne Freigabe kann zwischen 12 Stunden und 3 Werktagen dauern. Eine Auszahlung über das Wochenende wird montags bearbeitet; eine Auszahlung direkt nach einer Bonus-Erstellung erst nach der Bonus-Auszahlung. Gebühren: Die meisten Anbieter werben mit gebührenfreien Auszahlungen, behalten sich aber Gebühren bei Inaktivität oder bei Auszahlungen unter einem Mindestbetrag vor. Die Bedingungen stehen in den AGB – die „Gebühren“ sind in der Sektion Auszahlungen zu finden, nicht im Werbetext.

Krypto und ausländische Zahlungsmethoden: Wer sie nimmt und wer nicht

Spinsino wirbt mit Krypto-Zahlungen; Thunderpick gehört zu den Krypto-nativen Marken, ist aber nicht in dieser Top-10-Liste. Krypto als Zahlungsmittel auf Sportwetten hat in Österreich keine eigene Regulierung – der Anbieter nimmt sie entgegen, der Wettkunde trägt das Wechselkursrisiko und die fehlende Rückbuchungsmöglichkeit. Für österreichische Wettkunden, die mit Euro und österreichischem Bankkonto spielen, ist die Frage nach Krypto-Zahlungen meistens zweitrangig – sie interessiert diejenigen, die ohnehin in Krypto denken und eine entsprechende Wallet besitzen. Für die meisten ist die Standardfrage: PayPal ja oder nein, eps ja oder nein, Banküberweisung mit welcher Bearbeitungszeit.

Neue Wettanbieter in Österreich: Wer im Jahr 2026 tatsächlich neu ist und wer nur umfirmiert hat

Ein „neuer Wettanbieter“ ist nicht automatisch ein neues Unternehmen. Merkur Bets, vormals Cashpoint, ist seit Juni 2025 unter dem neuen Namen aktiv – das Unternehmen selbst wurde 1996 in Gerasdorf bei Wien gegründet und gehört zur Merkur Group. Tipico hat im September 2025 die Übernahme von Admiral Österreich abgeschlossen und muss 20 Wettshops in Österreich verkaufen – die verbleibenden Shops werden unter der Marke Admiral weitergeführt, Tipico ist nur Technologiepartner. Das sind keine neuen Anbieter, sondern neue Konstellationen.

Ein neuer Wettanbieter im engeren Sinne ist ein Anbieter, der in den letzten zwölf bis achtzehn Monaten erstmals auf dem österreichischen Markt aufgetreten ist – entweder durch eine neue Marke, eine neue Lizenz oder einen neuen Betreiber. In der Liste der zehn Anbieter dieser Seite sind tipp3, win2day, Admiral, Vierklee und Merkur Bets die etablierten Namen mit langer Geschichte; Starsportwetten ist die jüngere Marke mit einer Bewilligung von 2022; Lottoland, bet-at-home, Spinsino und 888sport sind die ausländischen Marken ohne österreichische Bewilligung.

Markteintritt und Bewilligung: Was vor der ersten Wette zu prüfen ist

Wer einen neuen Anbieter in Betracht zieht, sollte vor der Einzahlung vier Punkte prüfen: den Betreiber (das Unternehmen, nicht die Marke), das Gründungsjahr, die Bewilligung und die AGB. Der Betreiber steht im Impressum; die Bewilligung steht entweder im Impressum, in den AGB oder im Footer der Seite. Wer kein Betreiber nachweisen kann, sollte kein Geld einzahlen – ein „Anbieter ohne Impressum“ ist in Österreich nicht zulässig. tipp3 nennt die Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Wien; win2day nennt die Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH; Admiral nennt die ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen; Vierklee nennt die Vierklee Wettbüro GmbH; Starsportwetten nennt die Star Sportwetten GmbH.

Wer ist in Österreich wirklich neu: Eine Zuteilung

tipp3 wurde im April 2000 gegründet, der erste Wettschein datiert vom 24. August 2001 – das ist über 25 Jahre Geschichte. win2day gibt es seit der Fusion der österreichischen Lotterien, die Wettordnung trägt das Datum 2020. Admiral Sportwetten gehört zur Novomatic-Gruppe und wurde von Walter Grubmüller gegründet, an der Wiener Börse war die ADMIRAL AG von 2001 bis 2006 notiert. bet-at-home wurde im Dezember 1999 in Wels gegründet, die Website ging im März 2000 online, heute sitzt die AG in Düsseldorf. Interwetten, das nicht in dieser Top-10 steht, ist seit September 1990 in Wien aktiv.

Was bleibt als „neu“? Starsportwetten mit der Bewilligung vom 8. März 2022. Merkur Bets, das seit Juni 2025 unter diesem Namen läuft, aber das Unternehmen seit 1996 besteht. Vierklee – Gründung nicht in den Quellen, Bewilligung der Tiroler Landesregierung mit Zl. IIa.10.065/144-0 – jünger, aber nicht im engeren Sinne „neu in 2026“. Wer unter „neue Wettanbieter 2026“ einen Anbieter sucht, der in diesem Jahr den Betrieb aufgenommen hat, wird in dieser Liste nicht fündig – das ist die Wahrheit über den österreichischen Markt im Jahr 2026.

Die zehn Anbieter im Vergleich: Bewilligung, Betreiber und Status

Die folgende Tabelle ordnet die zehn Anbieter nach ihrer Bewilligungslage in Österreich. Anbieter mit einer österreichischen Bewilligung stehen oben, Anbieter ohne österreichische Bewilligung – aber mit einer Lizenz aus Malta, Gibraltar oder Curaçao – stehen unten. Die Spalten unterscheiden: die Marke, ob eine österreichische Bewilligung vorliegt, und welche Lizenz der Anbieter stattdessen nennt.

Marke Österreichische Bewilligung Genannte Lizenz / Behörde
tipp3 Bewilligung der NÖ Landesregierung (10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020, NÖ Wettgesetz LGBl. Nr. 58/2020) Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H.
win2day Bewilligung der NÖ Landesregierung (10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020, NÖ Wettgesetz LGBl. Nr. 58/2020) Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH
Starsportwetten Bewilligung vorhanden (Bescheid vom 08.03.2022), Land und Bescheidnummer nicht veröffentlicht Star Sportwetten GmbH
Admiral Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz ADMIRAL Sportwetten GmbH
Vierklee Bewilligung der Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0) Vierklee Wettbüro GmbH
Merkur Bets Bewilligung vorhanden, Land und Bescheidnummer nicht veröffentlicht Merkur Group (vormals Cashpoint, seit Juni 2025)
Lottoland keine MGA (Malta), Sitz in Gibraltar
bet-at-home keine MGA (Malta), Bet-at-home.com Holding Ltd. (Mosta)
Spinsino keine Curaçao
888sport keine Gibraltar (Evoke plc)

Sechs der zehn Anbieter in der Tabelle verfügen über eine österreichische Bewilligung; vier nicht. Der Status der Anbieter mit Bewilligung ist durch Bescheide und Landesgesetze belegt. Die Anbieter ohne Bewilligung besitzen zwar ausländische Lizenzen, diese ersetzen jedoch keine österreichische Bewilligung. Für ausländisch verwaltete Sportwetten ist die Rechtslage in Österreich komplex; wer dort spielt, tut dies nicht im Schutz einer österreichischen Aufsicht.

Was die Tabelle über den Markt sagt

Sechs Anbieter mit Bewilligung, vier ohne – das ist eine deutliche Mehrheit zugunsten der heimischen Anbieter. Aber die ohne Bewilligung sind die, die im Marketing am lautesten sind: bet-at-home, 888sport, Lottoland. Sie haben kein Problem damit, in Österreich zu werben, weil das österreichische Wettgesetz Werbung nicht bundesweit regelt; die Frage, ob ihr Angebot rechtmäßig ist, hängt vom Land ab und ist nicht abschließend geklärt. Die heimischen Anbieter – tipp3, win2day, Admiral, Vierklee, Starsportwetten, Merkur Bets – sind die, die im Schatten dieser Werbung stehen, obwohl sie die einzigen mit österreichischer Aufsicht sind.

Was ein neuer Wettanbieter im Vergleich zu einem etablierten Namen mitbringt

Ein neuer Wettanbieter bringt in der Regel drei Dinge mit: ein Willkommensangebot, das höher ist als bei den etablierten Marken; ein Wettprogramm, das moderner ist – Live-Wetten, Cashout-Bonus, Bet Builder – und einen schlankeren Anmeldeprozess, der in wenigen Minuten abgeschlossen ist. Das ist das, was im Marketing steht. Was ein neuer Anbieter im Vergleich zu einem etablierten Namen NICHT mitbringt, ist ebenso wichtig: eine Historie, die zeigt, wie der Anbieter mit Auszahlungen, Bonus-Streitigkeiten und Sperren umgeht.

Etablierte Namen – tipp3 seit 2000, win2day mit der Lotterien-Geschichte, Admiral mit der Novomatic-Historie, bet-at-home seit 2000 – haben Kundenakten, die viele Jahre zurückreichen. Wenn bei tipp3 eine Auszahlung drei Tage dauert, ist das ein bekanntes Verhalten; wenn bei einem neuen Anbieter eine Auszahlung drei Tage dauert, weiß der Wettkunde nicht, ob das normal ist oder ob etwas nicht stimmt. Ein neuer Anbieter hat außerdem den Nachteil, dass er im Konfliktfall weniger zu verlieren hat – die Reputationskosten sind niedriger, weil die Marke noch unbekannt ist, und die Rechtsdurchsetzung gegen einen unbekannten Anbieter ohne österreichische Bewilligung ist schwieriger.

Woran sich ein seriöser Anbieter erkennen lässt

Vier Punkte, an denen sich ein Anbieter – neu oder etabliert – messen lässt:

Erstens: die Bewilligung. Ein Anbieter mit einer österreichischen Bewilligung unterliegt dem Sub-Wettgesetz des Landes und einer Aufsicht durch die Landesregierung. Das ist die erste und wichtigste Frage – nicht „Wer hat den besten Bonus?“, sondern „Wer hat überhaupt eine Bewilligung?“.

Zweitens: die Auszahlungsquote. Die Auszahlungsquote – der Anteil der Einsätze, den der Buchmacher als Gewinn wieder auszahlt – liegt bei den großen europäischen Anbietern zwischen 94 und 97 Prozent auf den Hauptmärkten (1X2 Fußball, NBA, NFL). Ein Anbieter, der deutlich unter 93 Prozent liegt, nimmt mehr Marge, als im Markt üblich ist. Die Auszahlungsquote ist nicht direkt sichtbar; sie lässt sich aus den angebotenen Quoten ableiten.

Drittens: die Zahlungswege. Ein seriöser Anbieter bietet mindestens eine Bankmethode (Überweisung oder eps), eine Kartenzahlung und nach Möglichkeit ein E-Wallet. Ein Anbieter, der nur Krypto oder nur eine exotische Methode anbietet, ist für die meisten Wettkunden keine erste Wahl.

Viertens: der Spielerschutz. Limits, Pausen, Selbstsperre – alles vorhanden und ohne Hindernisse zugänglich. Das ist keine Selbstverständlichkeit, auch nicht bei österreichischen Anbietern.

Wann ein neuer Anbieter die bessere Wahl ist

Ein neuer Anbieter ist die bessere Wahl, wenn der Wettkunde ein bestimmtes Wettprogramm sucht, das die etablierten Marken nicht bieten – etwa eine Nischen-Sportart, eine bestimmte Live-Wetten-Variante oder eine moderne Benutzeroberfläche. In diesem Fall ist die Bewilligung der zweite Filter: Wer eine österreichische Bewilligung hat, ist immer die erste Adresse, auch wenn das Wettprogramm kleiner ist. Wer keine österreichische Bewilligung hat, ist eine Alternative mit höherem Risiko – kein verbotenes, aber ein höheres.

Die Rechtslage für Sportwetten in Österreich: Warum es keine bundesweite Liste gibt

Die zentrale Aussage der österreichischen Rechtslage ist diese: Sportwetten sind kein Glücksspiel im Bundesgesetz. Der Verwaltungsgerichtshof hat das in seiner Entscheidung vom 2. Juli 2015 (Ro 2015/16/0019) festgestellt – die klassische Sportwette ist ein Geschicklichkeitsspiel und fällt nicht unter das Glücksspielgesetz (GSpG). Die Folge: Es gibt keine Bundeslizenz, keinen Bundesregulator, keine bundesweite Liste von Wettanbietern und kein bundesweites Sperrregister.

Ein Notizbuch mit handschriftlichen Notizen und ein Kugelschreiber liegen auf einem Schreibtisch neben einer Tasse, Blick schräg von oben.
Rechtsgrundlage für tipp3-Sportwetten über Portal und App ist das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020); die Bewilligung erteilte die NÖ Landesregierung.

Die Bewilligung ist Landessache. Jedes der neun Bundesländer hat sein eigenes Wettgesetz und seine eigene Bewilligungsbehörde. Niederösterreich regelt das im NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), die Behörde ist das Amt der NÖ Landesregierung; Wien regelt es im Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016), die Behörde ist der Magistrat; Oberösterreich hat das Oö. Wettgesetz. tipp3 und win2day haben ihre Bewilligung von der NÖ Landesregierung am 10. Dezember 2020 (IVW1-Wett-47/001-2020); Admiral hat eine Bewilligung der OÖ Landesregierung; Vierklee hat eine Bewilligung der Tiroler Landesregierung.

Was in einem Bundesland erlaubt ist, kann im anderen verboten sein

Die Wettgesetze der Länder sind nicht identisch. Wien erlaubt Live-Wetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis (Fassung 2020); Oberösterreich erlaubt Live-Wetten nur auf einen numerischen Zwischenstand, das Endergebnis oder den nächsten Torschützen (Fassung 2021); die Regel in Niederösterreich ist in den Quellen nicht abschließend dokumentiert – wer in Niederösterreich Live-Wetten nutzt, sollte prüfen, ob das Angebot des Anbieters den dortigen Regeln entspricht. Die Einsatzlimits unterscheiden sich ebenfalls: 500 € pro Wette in Oberösterreich und Niederösterreich, 50 € pro Wette an Terminals ohne Schalter in Wien. Für Online-Wetten von Anbietern außerhalb des Landes gilt die Regel des Landes, in dem der Anbieter den Server betreibt – der VwGH hat das am 9. April 2026 (Ra 2025/02/0037) für Oberösterreich bestätigt.

Was darf gewettet werden, was nicht

In Wien sind Wetten auf Sportereignisse zulässig; Wetten auf politische Ereignisse oder TV-Shows sind nach der Auffassung des BMF in der Regel nicht zulässig. Wetten auf virtuelle oder aufgezeichnete Rennen sind Glücksspiel und keine Sportwette – ein Anbieter kann sie nicht über eine Land-Bewilligung anbieten, sondern nur über eine Bundes-GSpG-Konzession. Für E-Sports ist die Rechtslage nicht abschließend dokumentiert – wer darauf wettet, sollte sich beim Anbieter nach der Rechtsgrundlage erkundigen.

Ausländische Lizenzen: Warum Malta, Gibraltar und Curaçao in Österreich keine Lizenz sind

Eine Lizenz der Malta Gaming Authority (MGA) ist eine maltesische Lizenz; eine Lizenz der Regierung von Gibraltar ist eine gibraltarsche; eine Lizenz der Curaçao Gaming Authority ist eine curaçaoische. Keine dieser Lizenzen ist eine österreichische. Für österreichische Wettkunden bedeutet das: Der Anbieter unterliegt der Aufsicht des ausstellenden Landes, nicht des österreichischen; bei einem Konflikt mit dem Anbieter ist die Beschwerdestelle in Malta, Gibraltar oder Curaçao – nicht in Wien oder St. Pölten. Die Rechtslage für ausländisch verwaltete Sportwetten in Österreich ist umstritten; eine Malta-Lizenz macht den Anbieter nicht automatisch illegal, aber sie macht ihn auch nicht zu einem österreichischen Anbieter.

Strafen für Anbieter ohne Bewilligung: Was die Landesgesetze vorsehen

Wien sieht Geldstrafen bis zu 22.000 € für Anbieter vor, die ohne Bewilligung Wetten annehmen; Oberösterreich sieht Geldstrafen bis zu 20.000 € vor. Diese Strafen richten sich an die Anbieter. Für Sportwetten gibt es – anders als bei unlizenzierten Casino- und Poker-Anbietern – keine Gerichtsurteile, die Rückzahlungen von Verlusten erzwingen. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, hat keine Sicherheit, dass er im Konfliktfall sein Geld zurückbekommt.

Die Anbieter im Detail: Was jeden von ihnen ausmacht

Die folgenden zehn Anbieter sind die Basis der Rangordnung. Jeder von ihnen steht mit seinem Namen für ein bestimmtes Profil – eine bestimmte Geschichte, eine bestimmte Bewilligungslage, ein bestimmtes Wettprogramm. Was sie gemeinsam haben, ist die Eignung für österreichische Wettkunden; was sie unterscheidet, ist das, was im Folgenden dargestellt ist.

tipp3 – Der Anbieter mit der Trafik im Rücken

tipp3 ist die Sportwette der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Wien, gegründet im April 2000, erster Wettschein am 24. August 2001. Die Bewilligung ist die der NÖ Landesregierung vom 10. Dezember 2020 unter dem NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020). Was tipp3 von den anderen unterscheidet, ist das Vertriebsnetz: rund 3300 Trafiken und Annahmestellen in Österreich, die Trafik-App und das Online-Portal. Wer in Österreich eine Wette platzieren will, ohne ein Online-Konto zu eröffnen, geht in die Trafik und gibt einen Wettschein ab.

Die Wettgebühr behandelt tipp3 offen: bei verlorenen Wetten trägt der Anbieter die 5 Prozent selbst, bei gewonnenen Wetten werden 5 Prozent vom Gewinn abgezogen. Das ist eine klare Politik, die der Wettkunde im Wettschein sieht. Die Selbstsperre ist 1, 2 oder 3 Jahre; eine kürzere Spielpause gibt es für 1, 3 oder 6 Monate, das Guthaben bleibt auf dem Konto. Wer sich für tipp3 entscheidet, bekommt einen Anbieter mit österreichischer Bewilligung, einem dichten Vertriebsnetz und einer transparenten Wettgebühr-Politik. Wer ein größeres Online-Wettprogramm mit internationalem Tiefgang sucht, ist woanders besser aufgehoben.

win2day – Die Sportwette der österreichischen Lotterien

win2day ist die Sportwette der Österreichischen Lotterien Gesellschaft mbH. Die Sportwetten-Plattform hat die gleiche Bewilligung wie tipp3 – die der NÖ Landesregierung vom 10. Dezember 2020. Was win2day von tipp3 unterscheidet, ist die Verzahnung mit den Lotterien und dem Casino-Bereich; die Plattform ist ein One-Stop-Shop für Lotto, EuroMillions, Casino-Spiele und Sportwetten. Wer sein Konto bei den Lotterien hat, kann es für die Sportwette nutzen, ohne ein neues Konto zu eröffnen. Das ist praktisch, hat aber einen Preis: win2day ist nicht in erster Linie ein Sportwetten-Anbieter, sondern eine Lotterien-Plattform mit Sportwetten-Angebot.

Die Einzahlungslimits sind strikt: 250 € pro Woche bis zum Alter von 26 Jahren, 1.680 € pro Kalendermonat ab 26 Jahren. Diese Limits sind in der Wettordnung dokumentiert; sie gelten nur für die Sportwetten, nicht für die Lotterien oder das Casino. Wer unter 26 ist und ein höheres Limit braucht, kann einen Antrag auf Erhöhung stellen – eine Standardregel, die bei einer normalen Spielhistorie in der Regel gewährt wird. Für den Gelegenheits-Wettkunden ist das Angebot ausreichend; für den aktiven Wettkunden ist das Limit ein echter Engpass.

Starsportwetten – Der Anbieter mit der Bewilligung von 2022

Starsportwetten ist die jüngere Bewilligung in der Liste – der Bescheid datiert vom 8. März 2022, erteilt an die Starbet24 GmbH. Das Land und die Bescheidnummer sind in der Google-Play-Beschreibung der App genannt, aber nicht auf der Website selbst dokumentiert. Das ist eine Schwäche: Ein Anbieter, der seine Bewilligung nicht prominent auf der eigenen Seite zeigt, gibt dem Wettkunden weniger Vertrauen als einer, der sie im Impressum führt. Wer Starsportwetten nutzt, sollte die Bewilligung vor der Einzahlung beim Land verifizieren.

Was die Bewilligung bedeutet, ist klar: Der Anbieter darf in Österreich Sportwetten anbieten, unterliegt dem jeweiligen Wettgesetz des Landes und einer Aufsicht durch die Landesregierung. Starsportwetten ist eine kleinere Marke, die vor allem über die App auffällt.

Admiral – Der Anbieter mit der Novomatic-Geschichte

Admiral Sportwetten gehört zur ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen – bis September 2025 war das Unternehmen Teil der Novomatic-Gruppe, dann hat Tipico die österreichische Admiral-Sparte übernommen. Admiral hat eine Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz; die Bewilligung ist auf der Website dokumentiert. Die Marke Admiral bleibt nach der Übernahme bestehen – Tipico betreibt die Shops als Technologiepartner, die Lizenz und der Markenname bleiben bei Admiral.

Was Admiral ausmacht, ist die Präsenz im stationären Handel: Admiral ist in Österreich mit vielen Wettannahmestellen vertreten, vor allem in Oberösterreich und Wien. Die Online-Plattform ist ein Zusatz zum stationären Angebot, nicht der Hauptkanal. Für den Wettkunden, der in Österreich eine Annahmestelle in der Nähe hat, ist Admiral eine der zugänglichsten Marken; für den reinen Online-Wettkunden gibt es stärkere Alternativen.

Vierklee – Der Anbieter mit der Tiroler Bewilligung

Vierklee nennt im Impressum die Buchmacherlizenz IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung; anwendbare Rechtsvorschrift ist das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Das ist ein anderes Wettgesetz als das NÖ Wettgesetz – in Tirol gilt eine eigene Struktur, und Vierklee ist nach dieser Struktur bewilligt. Die Plattform ist im Westen Österreichs am stärksten vertreten, hat aber auch Online-Angebote für ganz Österreich.

Die Bewilligung von Vierklee ist transparent – Lizenznummer, Behörde und Rechtsvorschrift stehen im Impressum. Das ist mehr, als viele andere Anbieter bieten. Die Marke ist klein im Vergleich zu tipp3 und Admiral, hat aber den Vorteil einer klar dokumentierten Bewilligung. Für den Wettkunden, der einen Anbieter mit Tiroler Bewilligung sucht, ist Vierklee die erste Adresse.

Merkur Bets – Die Cashpoint-Nachfolgerin unter neuem Namen

Merkur Bets ist die österreichische Sportwetten-Sparte der Merkur Group, früher unter dem Namen Cashpoint Sportwetten aktiv mit Sitz in Gerasdorf bei Wien, gegründet 1996. Seit Juni 2025 tritt sie unter dem Namen Merkur Bets auf – das ist ein Markenwechsel, kein neues Unternehmen. Die Bewilligung ist vorhanden.

Für den Wettkunden, der Cashpoint kannte, ist Merkur Bets die logische Fortsetzung; das Wettprogramm, die Limits und die Konten sind in der Regel migriert worden. Für einen neuen Wettkunden ist Merkur Bets eine Marke mit langer Geschichte, aber neuem Anstrich. Die Merkur Group ist auch im stationären Spielautomaten-Geschäft aktiv – die Verzahnung ist Teil des Geschäftsmodells.

Lottoland – Lotterien, keine Sportwetten-Spezialität

Lottoland Limited hat den Sitz in Gibraltar (Ocean Village Marina) und wurde im Mai 2013 gegründet; das Angebot umfasst Wetten auf mehr als 30 Lotterieziehungen. Eine österreichische Bewilligung liegt nicht vor; die Lizenz ist die der Malta Gaming Authority. Lottoland ist kein klassischer Sportwetten-Anbieter, sondern eine Plattform für Lotteriewetten – die Frage, ob das Sportwetten-Angebot von Lottoland in Österreich rechtmäßig ist, hängt vom Land ab und ist nicht abschließend geklärt.

Für den Wettkunden, der Lotterien sucht, ist Lottoland international eine bekannte Marke; für den Sportwettkunden ist das Angebot ein Zusatz zum Kerngeschäft. Die Malta-Lizenz bedeutet eine Aufsicht durch die MGA – bei einem Konflikt ist Malta die Beschwerdestelle, nicht Österreich. Wer sich für Lottoland entscheidet, sollte sich bewusst sein, dass er mit einem Lotterien-Anbieter mit Sportwetten-Zusatz spielt, nicht mit einem spezialisierten Sportwetten-Anbieter.

bet-at-home – Der Anbieter aus Wels mit MGA-Lizenz

bet-at-home wurde im Dezember 1999 in Wels gegründet, die Website ging im März 2000 online; die Bet-at-home.com AG hat heute ihren Sitz in Düsseldorf, die internationalen Lizenzen werden über die Bet-at-home.com Holding Ltd. in Mosta (Malta) gehalten. Eine österreichische Landesbewilligung liegt nicht vor. Die Marke hat eine lange Geschichte im deutschsprachigen Raum und ist eine der bekanntesten Online-Sportwetten-Marken überhaupt – aber sie hat keine österreichische Bewilligung.

Für den Wettkunden ist bet-at-home eine bekannte Größe mit großem Wettprogramm und konkurrenzfähigen Quoten. Die Lizenz ist die MGA – Malta ist die Aufsichtsbehörde, nicht Österreich. Wer in Österreich bei bet-at-home spielt, spielt ohne österreichische Aufsicht; die Frage, ob das legal ist, hängt vom Land ab und ist nicht abschließend geklärt.

Spinsino – Ein mexikanisches Angebot mit deutschsprachigem Marketing

Spinsino ist bei Aufruf als mexikanisches Angebot aufgesetzt: spanische Texte, Zahlungsarten OXXO, SPEI, Mercado Pago und CoDi. Eine deutsche oder österreichische Version der Seite ist nicht vorhanden. Die Lizenz ist die einer Curaçao-Gesellschaft; eine österreichische Bewilligung liegt nicht vor.

Für den österreichischen Wettkunden ist Spinsino keine sinnvolle Option – die Seite ist auf Mexiko ausgerichtet, die Zahlungsarten sind mexikanisch, die Sprache ist Spanisch. Wenn Spinsino in deutschsprachigen Listen auftaucht, dann als Casino mit Sportwetten-Anschluss, nicht als Wettanbieter für Österreich.

888sport – Die Gibraltar-Marke unter Evoke plc

888sport gehört zur Evoke plc (früher 888 Holdings Limited) mit Hauptsitz in Gibraltar, an der London Stock Exchange notiert (Kürzel EVOK). Die Lizenz ist die der Regierung von Gibraltar – keine österreichische Bewilligung. 888sport ist eine international bekannte Marke mit großem Wettprogramm; für österreichische Wettkunden ist sie eine Option ohne österreichische Aufsicht.

Die Gibraltar-Lizenz ist in Europa eine anerkannte Lizenz – sie ist nicht so umstritten wie eine Curaçao-Lizenz, aber sie ist keine österreichische. Wer bei 888sport spielt, spielt unter der Aufsicht der Regierung von Gibraltar, nicht einer österreichischen Landesregierung. Im Konfliktfall ist Gibraltar die Beschwerdestelle; eine österreichische Behörde hat keine Zuständigkeit für das Produkt.

Wie die Rangliste zu lesen ist: Was jedes Profil für den Wettkunden bedeutet

Die Reihenfolge der Anbieter ist keine Empfehlung. Sie ist eine Ordnung nach der Bewilligungslage – zuerst die österreichisch bewilligten Anbieter, dann die ausländischen – und innerhalb dieser Gruppen nach der Reihenfolge der Bewilligung oder Bekanntheit. Wer für sich selbst entscheidet, sollte die Reihenfolge umkehren: Welcher Anbieter passt zum eigenen Wettverhalten, zum eigenen Budget und zur eigenen Zahlungsmethode?

Wer in Österreich wettet und auf Nummer sicher gehen will, wählt einen Anbieter mit österreichischer Bewilligung – tipp3, win2day, Starsportwetten, Admiral, Vierklee oder Merkur Bets. Diese sechs Anbieter unterliegen einer Aufsicht durch die jeweilige Landesregierung; die Wettgebühr ist geregelt, die Ein- und Auszahlungen sind nachvollziehbar, und die Spielerschutz-Instrumente sind in der Regel vorhanden.

Wer ein größeres Wettprogramm mit internationalem Tiefgang sucht und bereit ist, ohne österreichische Aufsicht zu spielen, findet bei Lottoland, bet-at-home oder 888sport ein breiteres Angebot. Diese Anbieter haben mehr Märkte, mehr Live-Wetten und oft höhere Limits; im Gegenzug gibt es keine österreichische Beschwerdestelle und keine Garantie, dass die österreichische Rechtslage vollständig eingehalten wird.

Spinsino ist für österreichische Wettkunden keine sinnvolle Option – das Angebot ist auf Mexiko ausgerichtet. Wer es trotzdem nutzt, sollte sich bewusst sein, dass er ein anderes Produkt sieht als der mexikanische Hauptkunde der Marke.

Häufige Fragen zu neuen Wettanbietern in Österreich

Ab wann gilt ein Wettanbieter als neu, und wie lässt sich prüfen, wer ihn betreibt?

Ein Wettanbieter gilt als neu, wenn er in den letzten zwölf bis achtzehn Monaten erstmals auf dem österreichischen Markt aufgetreten ist – durch eine neue Marke, eine neue Lizenz oder einen neuen Betreiber. Merkur Bets ist seit Juni 2025 unter neuem Namen aktiv, das Unternehmen besteht seit 1996; Starsportwetten hat die Bewilligung von 2022, das ist die jüngste Bewilligung in dieser Liste. Der Betreiber steht im Impressum – tipp3 ist die Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H., win2day die Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH. Wer im Impressum keinen Betreiber findet, sollte kein Geld einzahlen.

Welche Bewilligung braucht ein neuer Anbieter für Kunden in Österreich, und reicht eine Lizenz aus Malta?

Eine Bewilligung der jeweiligen Landesregierung – in Niederösterreich das NÖ Wettgesetz, in Oberösterreich das Oö. Wettgesetz, in Wien das Wiener Wettengesetz, in Tirol das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Eine Lizenz aus Malta, Gibraltar oder Curaçao ist keine österreichische Bewilligung und ersetzt sie nicht; die Aufsicht durch die MGA, die Regierung von Gibraltar oder die Curaçao Gaming Authority ist keine Aufsicht durch eine österreichische Landesregierung. Für österreichische Wettkunden bedeutet das: Eine ausländische Lizenz macht den Anbieter nicht illegal, aber sie macht ihn nicht zu einem österreichischen Anbieter.

Woran ist zu erkennen, ob ein neuer Anbieter die Wettgebühr von 5 % selbst trägt oder weitergibt?

Die Wettgebühr von 5 Prozent auf den Einsatz ist seit dem 1. April 2025 für alle Sportwetten in Österreich Pflicht. Ob der Anbieter sie selbst trägt, vom Gewinn abzieht oder in die Quote einrechnet, ist eine betreiberseitige Entscheidung. tipp3 ist einer der wenigen Anbieter, die ihre Politik offenlegen: Bei verlorenen Wetten trägt tipp3 die Wettgebühr, bei gewonnenen Wetten werden 5 Prozent vom Gewinn abgezogen. Andere Anbieter verfahren anders – sie senken die Quote oder berechnen die Wettgebühr pauschal vom Auszahlungsbetrag. Wer das nicht versteht, sollte in den AGB des Anbieters nachlesen oder den Support fragen.

Welche Umsatzbedingungen und Mindestquoten sind bei Willkommensangeboten neuer Anbieter zu beachten?

Drei Stellen entscheiden, was von einem Willkommensangebot übrig bleibt: die Umsatzvorgabe (zum Beispiel „5x Bonus“), die Mindestquote (zum Beispiel 1,80 oder 2,00) und die Frist (7 bis 30 Tage). Die Mindestquote schränkt die wählbaren Wetten ein und damit die Auszahlungsquote, die der Wettkunde realisiert; die Frist zwingt zu einem bestimmten Spieltempo, das nicht jeder halten kann. Eine Gratiswette, deren Einsatz nicht zurückgezahlt wird, gewinnt bei einer Quote von 4,00 ungefähr das Dreifache des Gratiswette-Werts – nicht das Vierfache. Die genauen Zahlen stehen in den Bonus-Bedingungen des Anbieters.

Wo lässt sich bei neuen Anbietern eine Selbstsperre beantragen, und gilt sie bei anderen Marken mit?

Die Selbstsperre wird beim Anbieter beantragt – im Konto unter Spielerschutz oder in den Einstellungen. Bei tipp3 gibt es eine Selbstsperre für 1, 2 oder 3 Jahre; bei win2day sind die Einzahlungslimits strikt. Es gibt in Österreich kein zentrales Sperrregister für Sportwetten – das Glücksspielreformgesetz 2026 sieht ein Sperrregister und ein Limitregister für GSpG-Glücksspiel vor, nicht für Sportwetten. Die Sperre bei tipp3 gilt nur bei tipp3, nicht bei win2day oder Admiral; wer sich bei mehreren Anbietern sperren lassen will, muss die Sperre bei jedem Anbieter einzeln setzen. Hilfe bei Spielproblemen bietet Playsponsible.at, unabhängig vom Anbieter und kostenlos.

Welche Zahlungsmethoden und Auszahlungszeiten sind bei neuen Wettanbietern zu prüfen?

Die Auszahlungszeit hängt von der Methode ab – E-Wallet (PayPal, Skrill) wenige Stunden, Kreditkarte 2 bis 5 Werktage, Banküberweisung 1 bis 3 Werktage. Viele Anbieter werben mit „Auszahlung in 24 Stunden“, aber die Frist beginnt nach der internen Freigabe, und die kann zwischen 12 Stunden und 3 Werktagen dauern. Wer mit PayPal einzahlen will, sollte vorher prüfen, ob der Anbieter PayPal akzeptiert – tipp3, win2day und Admiral haben österreichische Zahlungsoptionen, die Malta-Marken führen PayPal in der Regel als Option. Gebühren sind selten, aber bei Inaktivität oder unter Mindestbeträgen möglich – die genauen Regeln stehen in den AGB des Anbieters unter Auszahlungen.

Dieser Beitrag wurde vom Team von Buchmacher AT erstellt.

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